Playlists in Büchern – Must Have oder Nice to have

Bei meinem ersten Buch, Moonwitch, dass ich von 2009 bis 2013 schrieb, spielte Musik bereits ein wichtige Rolle. Spotify war allerdings in den Anfängen, Playlists in Büchern noch kaum gesehen und Streaming war nicht das führende Medium, um seine Musik zu hören. Ich habe damals mühsam eine Playlist auf Youtube zusammengestellt, hin und her überlegt, wie ich sie ins Buch übertragen kann. Entschied mich dann gegen einen QR Code, weil ich das einfach nicht so schön fand. Und auch noch nie zuvor in einem Buch gesehen hatte. Zudem sind immer wieder einzelne Lieder wegen irgendwelcher Rechteprobleme aus Youtube geflogen. Während es die meisten der Songs, die ich ausgewählt hatte, bei Spotify nicht gab, da sie von eher unbekannteren Künstlern stammten.
Daher habe ich die Songs meist in die Szenen mit hineingeschrieben. So hören die Protagonisten Radio oder von einer nahen Veranstaltung dringt Musik hinüber, z. B. Emily erkannte „The Used“ mit „All that I’ve got“, denn sie hatte selbst eine CD der Band zu Hause im Regal stehen. („Moonwitch – Liebe zwischen Licht und Schatten“)

Heute allerdings kommt kaum ein Romance oder New Adult Buch ohne eine Playlist aus. Bei einer Umfrage, die ich auf Instagram geführt habe, kam heraus, dass 86 Prozent der Teilnehmer eine Playlist Nice to have finden und nur 13 Prozent als Must Have bezeichnen würden. Auf Twitter waren 57, 1 Prozent für nice to have und überraschenderweise 42,90 Prozent für ‚Hör ich eh nicht‘, das hat mich dann doch überrascht.

Des weiteren habe ich gefragt, wann die Playlist gehört wird. Zum Buch hören nur 14 Prozent die Musikauswahl, vorher oder nachher ganze 86 Prozent. Das finde ich sehr interessant, weil es für mich eher wichtig war, dass die Musik während das Buch gelesen wird, gehört wird und die Stimmung der Szene unterstützt.
Die Abstimmenden waren dabei für eine bunte Mischung an modernen und alten Liedern. Das hat mich sehr gefreut, denn das mag ich auch am liebsten.

Inspiration

Musik ist eine große Inspirationsquelle für mich als Autorin. Die Melodie versetzt mich in eine bestimmte Stimmung, um zu schreiben, sei es fröhlich oder traurig. 42,9 Prozent der Autoren haben eine Playlist zum Schreiben. Der Großteil, 57,1 Prozent haben keine.
Ich dadurch schneller in der Lage, ich in meinen Text hinein zu versetzen. Der Songtext drückt . Hier sind einige der Lieder, die mich zu meinen Geschichten inspiriert haben.

Nach „Beautiful People“ von Ed Sheeran, wusste ich, dass meine Protagonistin Model sein muss und es in meinem neuen Manuskript um Schönheitsideale und Selbstliebe geht.
„Cat and mouse“ von The red jumpsuit apparatus beinhaltet die Zeile: „All I ever wanted. It comes with a price.“ Das Zitat spielt bei Moonwitch eine große Rolle.

Von der Außenwelt abschirmen

Bei Im Regen so nah war relativ schnell klar, dass es eine Playlist geben wird, und das es sich anbietet nur Songs zu nehmen, die das Wort Rain oder Regen beinhalten. Darunter so Klassiker wie „Purple Rain“ von Prince oder Madonnas „Rain“. Es erscheint fast so, als ob jeder Künstler mal einen Song über das miese Wetter geschrieben hat. So wie Weihnachtslieder wohl ein Muss sind. Es sind bunt gemischt alle Musikstile vertreten, von Country über Rock.

Bei Im Regen so nah war es das erste Mal so, dass ich mit Kopfhörern auf dagesessen und geschrieben habe. Die Musik hat mich ganz gefangen genommen und versetzte mich in die Stimmung um die jeweils passende Szene zu schreiben. Mit Kopfhörern und Musik auf den Ohren, finde ich schneller wieder in meinen Text hinein.

Playlists in Büchern als Marketinginstrument

Über die Playlist ist der Leser dem Autor näher und kann unter Umständen schon im Vorhinein Überlegungen zum Text anstellen.

Der Autor gibt etwas Preis. Etwas, dass die Leser und den Autor miteinander verbindet und ihr oder ihm ihn etwas näher bringt. Außerdem ist die Playlist die Verknüpfung zwischen Audio und Visuellem.

Wie finde ich die richtigen Lieder für meine Playlist

Bei den Streaminganbietern ist es recht praktisch, denn es genügt, dass man ein paar Lieblingslieder hat. Dann spielt Spotify im Anschluss daran eigene Vorschläge, die zu es passend zu deinen findet.
Ich persönlich bin ein totaler Soundtrack Fan – egal, ob Serie oder Filme, meist google ich Songs oder schaue in den Abspann, wenn mir ein Lied gefallen hat. Die meisten Serien haben auch eigene Playlists bei Spotify oder Seiten auf denen man nachschlagen kann. Das ist sehr praktisch.
Ihr schreibt ein Buch mit Location in L. A, wie wäre es mit Liedern, die über L. A. handeln oder Lieder über den Sommer, wenn es ein Sommerroman ist.

Erzählt mir doch gerne, wie ihr eure Playlists zusammenstellt.

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